Vertikutierer richtig einstellen: die passende Arbeitstiefe finden
Kurz gesagt
Die richtige Arbeitstiefe entscheidet über gepflegten Rasen oder kahle Streifen. So findest du die passende Stufe am AL-KO Combi Care 36 E – mit Faustregel, Schritt-für-Schritt-Anleitung und typischen Fehlern.
Inhalt dieses Beitrags
Die passende Arbeitstiefe beim Vertikutieren liegt in den meisten Gärten bei etwa 2 bis 3 Millimetern in die Grasnarbe hinein – gerade so tief, dass die Messer den verfilzten Rasenfilz und das Moos herauskämmen, ohne die lebenden Graswurzeln zu kappen. Beim AL-KO Elektro-Vertikutierer Combi Care 36 E Comfort stellst du genau diese Tiefe zentral in fünf Stufen ein. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Stufe zu deinem Rasen passt, wie du sie richtig justierst und welche Fehler du dabei vermeidest.
Warum die richtige Arbeitstiefe über den Erfolg entscheidet
Vertikutieren heißt: senkrecht stehende Messer schneiden dünne Rillen in die Grasnarbe und reißen dabei Moos, abgestorbene Halme und Rasenfilz heraus. Diese Filzschicht sitzt direkt über dem Boden und blockiert mit der Zeit Wasser, Luft und Nährstoffe. Ist sie erst einmal weg, atmet dein Rasen wieder – die Halme werden dichter, das Grün kräftiger und widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Unkraut.
Der entscheidende Punkt dabei ist die Tiefe. Stellst du die Messer zu flach ein, streichen sie nur über die Halmspitzen und lösen kaum etwas. Der ganze Aufwand bringt dann wenig, und du wunderst dich, warum sich am Rasen nichts verbessert. Gehst du zu tief, schneidest du in die Wurzeln und den Boden. Das schwächt die Pflanzen, hinterlässt kahle Streifen und kann den Rasen für Wochen zurückwerfen. Zwischen diesen beiden Extremen liegt ein schmaler, aber gut erreichbarer Bereich – und den findest du mit ein wenig Systematik zuverlässig.
Ein gesunder Rasen verkraftet ein richtiges Vertikutieren problemlos und dankt es dir mit neuem Wuchs. Ein zu tief bearbeiteter Rasen dagegen sieht danach oft schlechter aus als vorher. Deshalb lohnt es sich, vor der ersten Bahn die Einstellung bewusst zu wählen, statt einfach loszulegen. Ein paar Minuten Vorbereitung entscheiden hier über Wochen an Ergebnis.
Die richtige Arbeitstiefe finden: Faustregel und Feinjustierung
Als Faustregel gilt: Die Messer sollen die Grasnarbe leicht anritzen, nicht umgraben. Für die meisten Hausgärten bedeutet das eine Arbeitstiefe von rund 2 bis 3 Millimetern unter der Oberfläche. Bei viel Moos und dickem Filz darfst du etwas tiefer gehen, bei jungem oder empfindlichem Rasen bleibst du bewusst flacher. Auch die Bodenart spielt eine Rolle: Auf lockeren, sandigen Böden arbeitest du eher flacher, auf festen, lehmigen Böden darf es einen Tick mehr sein.
Der Combi Care 36 E Comfort macht dir das leicht, weil sich die Arbeitstiefe zentral in fünf Stufen einstellen lässt. Du musst also nicht an mehreren Rädern gleichzeitig schrauben, sondern wählst eine Stufe – und alle Messer laufen gleich tief. Die folgende Tabelle gibt dir eine praxisnahe Orientierung, welche Stufe zu welchem Zustand passt:
| Stufe | Ungefähre Wirkung | Passend für |
|---|---|---|
| 1 (flachste) | Messer schweben knapp über der Narbe | Transport, junger Rasen, erster Test |
| 2 | Leichtes Anritzen der Oberfläche | Gepflegter Rasen mit wenig Filz |
| 3 | Sichtbares Herauskämmen von Filz und Moos | Der Standardfall für die meisten Gärten |
| 4 | Kräftiges Eingreifen in die Narbe | Stark vermooste, vernachlässigte Flächen |
| 5 (tiefste) | Intensivster Eingriff | Nur für robuste Rasen mit sehr dickem Filz |
Diese Werte sind Richtwerte, keine starren Vorgaben. Jeder Rasen ist anders, und auch die Bodenfeuchte spielt eine Rolle. Deshalb ersetzt keine Tabelle den Test auf der eigenen Fläche – und genau der ist im nächsten Schritt beschrieben.

So stellst du die Tiefe am Combi Care 36 E richtig ein
Am zuverlässigsten arbeitest du dich von flach nach tief vor. So riskierst du keinen zu harten Eingriff und findest die ideale Stufe für deinen Rasen Schritt für Schritt.
Schritt für Schritt zur passenden Stufe
- Rasen vorbereiten: Mähe kurz vor dem Vertikutieren auf etwa 3 bis 4 Zentimeter herunter und entferne grobe Äste oder Steine. Der Boden sollte leicht feucht, aber nicht nass sein.
- Flach starten: Stelle die zentrale Tiefeneinstellung zunächst auf eine niedrige Stufe (etwa Stufe 2) und ziehe eine kurze Probebahn über eine unauffällige Stelle.
- Ergebnis prüfen: Schau dir an, was der Fangsack aufnimmt. Kommt vor allem bräunlicher Filz und Moos heraus und bleibt die Grasnarbe grün und geschlossen, ist die Tiefe gut. Siehst du viel helle Erde und herausgerissene Wurzeln, ist es zu tief.
- Nachjustieren: Löst sich kaum etwas, gehst du eine Stufe tiefer. Kommt zu viel Boden mit, eine Stufe flacher. Taste dich so an den Punkt heran, an dem der Filz zuverlässig herauskommt, ohne dass die Narbe leidet.
- Gleichmäßig arbeiten: Fahre in geraden, leicht überlappenden Bahnen und halte ein konstantes Tempo. Für stark vermooste Flächen kannst du kreuzweise in zwei Richtungen vertikutieren – dann aber lieber mit einer flacheren Stufe, damit die Belastung für den Rasen überschaubar bleibt.
Die zentrale Verstellung hat im Alltag einen großen Vorteil: Du kannst die Tiefe zwischen zwei Bahnen schnell anpassen, wenn ein Teil des Rasens stärker vermoost ist als der Rest. So arbeitest du nicht stur mit einer Einstellung über die ganze Fläche, sondern reagierst auf den tatsächlichen Zustand – für ein gleichmäßiges Ergebnis vom Beet bis zur Terrasse.
Vertikutieren und Lüften: zwei Aufgaben, ein Gerät
Ein häufiges Missverständnis ist, Vertikutieren und Lüften in einen Topf zu werfen. Beim Vertikutieren schneiden feste Messer in die Narbe und entfernen Filz und Moos – ein spürbarer Eingriff. Beim Lüften dagegen kratzen federnde Zinken nur die Oberfläche auf und lockern sie, ohne die Grasnarbe zu verletzen. Beides hat seinen Platz im Jahr, und der Combi Care 36 E Comfort deckt beides ab.
Möglich macht das der Walzenwechsel. Die stabile Vertikutierwalze mit 20 Stahlmessern übernimmt die gründliche Entfilzung. Mit wenigen Handgriffen tauschst du sie gegen die mitgelieferte Lüfterwalze mit 44 Stahlfederzinken, um den Rasen anschließend schonend zu lüften und die Oberfläche aufzulockern. So nutzt du im Frühjahr die Messerwalze für die kräftige Entfilzung und über die Saison hinweg die Lüfterwalze für die sanfte Pflege – ein Gerät, zwei Einsätze.
Der 55-Liter-Gewebefangsack nimmt das gelöste Material bei beiden Arbeitsgängen direkt auf, sodass du deutlich weniger nachharken musst. Gerade bei größeren Flächen spart das spürbar Zeit und Rücken.
Typische Fehler bei der Tiefeneinstellung – und wie du sie vermeidest
Die meisten Enttäuschungen beim Vertikutieren gehen auf wenige, gut vermeidbare Fehler zurück. Wenn du sie kennst, sparst du dir Frust und schonst deinen Rasen.
Zu tief eingestellt
Der häufigste Fehler ist der Wunsch, „gründlich“ zu sein. Wer die tiefste Stufe wählt, reißt oft mehr Wurzeln als Filz heraus. Die Folge sind kahle Streifen, die erst nach Wochen wieder zuwachsen. Bleib im Zweifel eine Stufe flacher – nachvertikutieren kannst du immer noch, das herausgerissene Wurzelwerk bekommst du aber nicht zurück.
Falscher Zeitpunkt
Die beste Einstellung nützt wenig, wenn der Rasen gerade nicht bereit ist. Ist der Boden zu trocken, kommst du kaum durch die Narbe; ist er zu nass, schmiert der Filz und die Räder rutschen. Wann der richtige Moment im Jahr gekommen ist, liest du im Ratgeber Wann vertikutieren? Der richtige Zeitpunkt für einen dichten Rasen.
Ungleichmäßiges Tempo
Wer stehen bleibt oder ruckartig fährt, gräbt an einer Stelle tiefer als an der nächsten. Ein ruhiges, gleichmäßiges Gehtempo sorgt dafür, dass die eingestellte Tiefe überall gleich wirkt. Die 36 cm Arbeitsbreite, die 2-Achsführung und die großen Räder des Combi Care 36 E helfen dir dabei, spurtreu und ohne Kraftaufwand voranzukommen.
Nach dem Vertikutieren: so belohnt dich der Rasen
Direkt nach der Arbeit sieht ein frisch vertikutierter Rasen oft mitgenommen aus – das ist normal und kein Grund zur Sorge. Jetzt zählt die Nachsorge. Entferne restliches Material, wässere bei trockener Witterung und säe kahle Stellen nach. Eine leichte Düngung versorgt die Gräser mit Nährstoffen für den Neuaustrieb, sodass sich die Fläche innerhalb weniger Wochen dichter und kräftiger zeigt.
Gerade weil der Combi Care 36 E dank seines 1.500-Watt-Elektromotors netzbetrieben ohne Ladepausen durcharbeitet, kannst du mittlere Flächen bis rund 800 Quadratmeter in einem Rutsch erledigen – leise, abgasfrei und mit gleichbleibender Kraft. Du musst weder Akku wechseln noch Treibstoff nachfüllen, und die eingestellte Arbeitstiefe bleibt von der ersten bis zur letzten Bahn konstant. Nach der Nutzung lässt sich der Holm klappen, sodass das Gerät platzsparend im Schuppen verschwindet.
Wie oft solltest du vertikutieren?
Vertikutieren ist kein Wochenprogramm, sondern eine gezielte Kur für den Rasen. Für die meisten Gärten reicht ein Durchgang pro Jahr, idealerweise im Frühjahr, wenn der Rasen aus der Winterruhe kommt und kräftig nachwächst. Ist die Fläche stark vermoost oder liegt in einer schattigen, feuchten Lage, kann ein zweiter, leichterer Durchgang im frühen Herbst sinnvoll sein – dann aber mit flacherer Stufe, damit der Rasen vor dem Winter wieder zuwachsen kann.
Wichtig ist, es nicht zu übertreiben. Wer zu oft oder zu tief vertikutiert, schwächt die Grasnarbe mehr, als er ihr hilft. Beobachte deinen Rasen: Bildet sich spürbar Filz oder Moos, ist es Zeit; wirkt die Narbe gesund und dicht, kannst du eine Saison aussetzen. Mit dem verstellbaren Combi Care 36 E hast du für beide Fälle das passende Werkzeug – von der sanften Pflege bis zur gründlichen Entfilzung.
Fazit: Mit der richtigen Tiefe wird Vertikutieren zum Erfolg
Die passende Arbeitstiefe ist der Hebel, der über gepflegten Rasen oder kahle Streifen entscheidet. Wer flach startet, das Ergebnis prüft und in kleinen Schritten nachjustiert, findet für seinen Rasen zuverlässig die richtige Stufe. Der zentrale, fünffach verstellbare Tiefenmechanismus des AL-KO Combi Care 36 E Comfort macht genau das einfach – ergänzt durch Lüfterwalze, großen Fangsack und einen kraftvollen Elektromotor für zügiges, ermüdungsarmes Arbeiten.
Du möchtest deinen Rasen dieses Jahr richtig auf Vordermann bringen? Sieh dir den AL-KO Combi Care 36 E Comfort in Ruhe an oder stöbere in unseren Restposten und Vorführgeräten nach dem passenden Gartengerät zum günstigen Preis. So startest du gut ausgerüstet in die nächste Rasensaison.
Häufig gestellte Fragen
Wie tief sollte man vertikutieren?
In den meisten Gärten liegt die richtige Arbeitstiefe bei etwa 2 bis 3 Millimetern in die Grasnarbe. Die Messer sollen den Rasenfilz herauskämmen, ohne die lebenden Wurzeln zu verletzen.
Wie stelle ich die Arbeitstiefe am AL-KO Combi Care 36 E ein?
Die Tiefe lässt sich zentral in fünf Stufen einstellen. Starte flach mit etwa Stufe 2, prüfe das Ergebnis an einer Probebahn und justiere in kleinen Schritten nach.
Woran erkenne ich, dass ich zu tief vertikutiere?
Wenn viel helle Erde und herausgerissene Wurzeln im Fangsack landen und kahle Streifen entstehen, ist die Einstellung zu tief. Dann gehst du eine Stufe flacher.
Was ist der Unterschied zwischen Vertikutieren und Lüften?
Beim Vertikutieren schneiden feste Messer in die Narbe und entfernen Filz und Moos. Beim Lüften kratzen federnde Zinken nur die Oberfläche auf und lockern sie schonend.
Wie oft sollte man vertikutieren?
Für die meisten Gärten reicht einmal pro Jahr im Frühjahr. Bei starkem Moos kann ein zweiter, flacherer Durchgang im frühen Herbst sinnvoll sein.
Für welche Rasenflächen eignet sich der Combi Care 36 E?
Er eignet sich für mittlere Rasenflächen bis rund 800 Quadratmeter und arbeitet mit 36 cm Arbeitsbreite netzbetrieben ohne Ladepausen.
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